Saisonrückblick der Opti C

Wertvolle Erfahrungen und viel Begeisterung

Das Ende der Saison ist gekommen und wieder hatten wir einen erfolgreichen und wunderbaren Anfängerkurs mit lauter begeisterten Segler*innen, die das Segeln dieses Jahr für sich entdecken konnten, und ich als Trainerin schaue jetzt auf eine unglaublich bunte und erfüllende Zeit zurück. Mal wieder hatte der Opti-C-Kurs des PYCs lauter weiterbringende Erfahrungen für die Kinder in sich.


Angefangen haben wir im April mit dem Kentertraining in der Schwimmhalle Hüttenweg. Hier haben sich die Kinder kennengelernt und direkt ihre Bootsklasse, den Optimisten, erkundet. Wir haben uns die einzelnen Teile angeschaut, Steuern geübt und, das Wichtigste, Kentern gelernt. So haben die Teilnehmenden direkt gemerkt, dass Kentern kein Weltuntergang ist, sondern sogar Spaß machen kann, und ihre ersten Erfahrungen mit dem Sport haben in einem geschützten und sehr gut betreuten Umfeld stattgefunden.
Mit dieser Basis und einer Gruppe von 10 Kindern haben wir direkt das Wochentraining aufgegriffen und haben uns seit Mitte April jeden Mittwoch getroffen, um Segeln auf dem Wannsee zu lernen. Angefangen mit Steuern festigen, Bootsteile-Bingo spielen und die ersten Wenden im Hafen üben bis hin zu Halbwindkurs segeln, selbstständig Wenden und immer eigenständiger die Windsituation bewältigen. Bis zu den Sommerferien haben alle gelernt, ihr Boot aufzubauen, Halbwindkurs zu segeln, Wenden und auch Halsen zu fahren, und der Amwindkurs wurde auch schon bezwungen.


In den Sommerferien gab es nicht nur das Mädchencamp, sondern auch das reguläre Anfänger*innen-Trainingslager. In der letzten Ferienwoche haben wir uns täglich am Wannsee getroffen und sind den ganzen Tag gesegelt, haben Spaß gehabt, zusammen zu Mittag gegessen und ganz viel Neues gelernt. In der Woche haben wir den Dreieckskurs kennengelernt und tüchtig geübt. Des Weiteren haben die Kinder den Start kennengelernt und verinnerlicht. In der Woche haben alle einen enormen Fortschritt gemacht und sich als Gruppe auch noch enger gefunden. Direkt im Anschluss an das Trainingslager stand die erste Regatta an, der Kokosnuss-Cup!
Hier konnten alle ihre neu erlernten Fähigkeiten austesten und andere Seglerinnen kennenlernen. An dem Wochenende hatten wir jedoch ziemlich viel Wind und damit eine echte Herausforderung. Am Samstag ist wegen des Windes das Segeln ausgefallen, dafür hatten die Kinder bei den legendären An-Land-Spielen zu tun, die auch mit in die Wertung zählten. Am Sonntag wurde dann aber gesegelt und alle Kinder haben bei bis zu 20 Knoten die erste Wettfahrt ihres Lebens gemeistert. Mit dieser erfolgreichen Erfahrung haben sie alle gezeigt, was für Seglerinnen in ihnen stecken, und sind alle unglaublich stolz nach Hause gegangen. Davor haben alle bei der Siegerehrung jedoch noch eine Kokosnuss bekommen und ihr erstes Segel-T-Shirt, womit ihre Kleiderschränke in Zukunft noch überlaufen werden.


Weiter ging es mit dem Wochentraining, bei welchem die Kursgröße fast verdoppelt wurde durch einige Mädchen, die noch  aus dem Mädchencamp dazugestoßen sind. Jetzt wurde weiter trainiert, um für die Anfängerregatta, die als unser Abschluss und die praktische Prüfung des Jüngstenscheins dient, gut vorbereitet zu sein. Die Mädchen aus dem Mädchencamp haben sehr schnell aufgeholt und die ganze Gruppe ist zu sicheren kleinen Anfängerprofis geworden.
Ende September war es dann soweit, die Anfängerregatta war gekommen. Alle Anfängerinnen waren super aufgeregt und haben sich gefreut. An dem Wochenende haben sie direkt kennengelernt, wie Regatten ablaufen können: Am Samstag hatten wir nämlich leider keinen Wind und haben keine Wettfahrt gesegelt. Dafür hatten wir jedoch eine Menge Spaß beim Tischtennisspielen. Am Sonntag war dann aber Wind, und zwar viel. Es wurden zwei Wettfahrten gesegelt und erneut wurden die Kids auf die  Probe gestellt und hatten ordentlich mit dem Wind zu kämpfen, haben sich aber wieder super geschlagen und ihr Bestes gegeben. Als Trainerin kann ich nur sagen, wie unglaublich stolz ich auf jeden einzelnen war, und kann voller Freude sagen, dass die Kinder diese Saison als angehende Segler*innen beendet haben.


Nach dem Segeln am Sonntag gab es noch die Siegerehrung, wo T-Shirts und Preise verteilt wurden. Für die Kinder war das der letzte Segeltag, denn am Mittwoch darauf haben wir den Abschluss der Wasserzeit mit der Elternregatta beendet. Hier konnten die Eltern in die Rolle der Kinder schlüpfen und haben nach kurzer Einweisung selber das Steuer in die Hand genommen.
Zurückblickend auf die Saison lässt sich sagen, dass der PYC mit seinem Kurs vielen Kindern eine sehr weiterbringende und unglaublich stärkende Erfahrung auf allen Ebenen ermöglicht hat. Dieser Kurs hätte jedoch nicht ohne die vielen (Honorar- und Nachwuchs)Trainerinnen und Trainer stattfinden können, welche mit unglaublich viel Elan dem Ganzen noch eine besondere Note gegeben haben. Ich freue mich, die Gruppe weiter segelnd zu sehen und vor allem auch auf den nächsten Kurs mit neuen mutigen Kindern.

Bericht: Helena
Fotos: Helena, Ebba, Philipp und Johannes

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